Dem Mond entgegen

Freitag, 14.03.2014

Vor knapp mehr als einem Jahr wurde sie gesät und gegossen: eine Idee, die daraufhin in unseren Köpfen keimte.

- Einfach mal raus! Einen Schnitt machen, abrupte, scharfe Rechtskurve, ab vom Pfad, über die Klippe hinaus und aus 15 Metern kopfüber in ein neues, komplett anderes Leben krachen, frische, fremde Luft saugen und in gewissem Maße eine Art Freiheit spüren. – Ja, so in etwa lautete sie.

Wie ein Samen mit Hilfe von Wasser zu einem kräftigen Baum gedeiht, so wuchs sie mit großer Hilfe von unseren Familien und zahlreichen Stunden in der Fabrik daheim zu einem Plan. Im Laufe der Zeit wurde der Plan zur Reise, die Reise zum Traum. Der Traum neigte sich dem Ende zu und wurde allmählich zu Erinnerungen. Was aus denen nun wird? Die Erinnerungen werden zukünftig wohl oft in Sehnsucht umschwenken, sich jedoch ebenso oft in einem breiten Grinsen auf unseren Gesichtern ausdrücken.WeinendLächelnd

- Wenn nicht jetzt, wann dann? Es tun, bevor es zu spät ist, warum nur eine Seite lesen, wenn man ein ganzes Buch lesen kann? - Dieser mittlerweile ein Jahr alte Gedanke erwies sich als goldrichtig. Wir sind sehr froh, dass wir unsere Chance nach der Schule, etwas im Leben wohl einmalig Außergewöhnliches zu tun, genutzt haben und uns nun unvergessliche Erinnerungen an sicherlich eine der besten Zeiten unseres Lebens verbleiben. Die fremde, frische Luft hat die Lungen gereinigt und die abrupte, scharfe Rechtskurve vom Pfad ab hat uns nicht aus der Bahn geworfen, sondern wird unseren künftigen Fahrstil auf den Straßen des Lebens nur verbessern.Cool                                    

Wenn man 5 ½ Monate zurückdenkt, fällt es einem schwer, sich an die genauen Erwartungen und Hoffnungen an die Reise zu erinnern. Was für eine Vorstellung von dem Sprung über die Klippe und dem Aufklatschen auf das unbekannte Wasser hier unten hatte man damals in Deutschland und in wie weit hat sich diese letztendlich bestätigt? Eine Antwort darauf ist schwer. Die Erlebnisse und Erfahrungen strömten in den letzten 5 ½ Monaten nahezu erbarmungslos auf einen ein, sodass einem manchmal die Luft zum Atmen fehlte und man sich über seine ehemaligen Erwartungen kaum noch Gedanken machte. Alles passierte einfach und man fand sich häufig selbst als Spielball eines fremden Lebens. Aber sicherlich können wir sagen, dass wir keineswegs enttäuscht wurden.Zunge raus                                                                                                                     

Zeitlos, unabhängig und frei von Meinungen und Urteilen anderer im orangefarbenen Licht der untergehenden Sonne mit gemütlichem Tempo, Sonnenbrille im Gesicht, gestrecktem Arm aus dem offenen Fenster und ohne Ziel vor Augen über den Highway durch riesige Ebenen von Kornfeldern zu gleiten, während das Ende der Straße weit vor einem mit dem Horizont verschmilzt, am Straßenrand grasende Kängurus kurz aufschauen, bevor sie weiterfressen, und auf dem Boden die Schatten eines Schwarms Papageien tanzen, ist wohl eine gute Vorstellung dafür, was für eine Unabhängigkeit, Sorglosigkeit und Lebensqualität wir hier unten täglich erleben durften. Ob weiße Sandstrände, die azurblaue Meeresbuchten säumen, verwucherte Regenwälder, in denen das Zirpen der unzähligen Insekten die eigene Stimme übertönt, oder schier endlose Weiten dürre Steppe: Australien war atemberaubend. Tagträumerisch schlenderte man durch die zeitlosen Tage und aufgeregt schwamm man durch die Endlosigkeit neuer Erlebnisse: Australien war Freiheit. Freiheit war Australien.  

Trotzdem war es eine Zeit, worüber wir dankbar sind, dass sie begrenzt war, denn für immer wäre solch eine Lebensweise für uns undenkbar. Ja, die Reise war mehr als beeindruckend, die Zeit einmalig, doch ein Leben lang in den Tag zu träumen, auf gewisse Weise „ungerichtet“ zu sein und stets ohne dieses „richtige Ziel“ vor Augen zu leben, ist auch nicht das Wahre. Außerdem wäre es ja dann nichts Besonderes mehr. Zudem kommt, dass man während den letzten 5 ½ Monaten nichts von all dem hatte, wodurch man zu Hause geprägt und gezeichnet wird. Und damit meinen wir nichts Materielles! Wir mochten sogar sehr die einfache Lebensweise im Auto… sie hielt ebenfalls wie Australien an sich völlig neue Erfahrungen bereit und lehrte einem umso mehr, wie gut es uns zu Hause geht. Viel mehr meinen wir in diesem Kontext unsere Familie, unseren Freundeskreis und auch beispielsweise Hobbys, welche allesamt innerhalb von 24 Stunden 16.000 Kilometer von uns entfernt waren. Dadurch war man im Prinzip schlagartig jemand anderes. Wie mit einer warmen Dusche oder einem einfachen Bett mit Matratze verhielt es sich auch in diesem Fall so, dass man diesen endlosen Reichtum daheim im „geborgenen Nest“ umso mehr zu schätzen lernte, als man es plötzlich nicht mehr hatte. Daher wird es nun schleunigst Zeit, dass man die 16.000 Kilometer noch ein zweites Mal fliegt. Dieses Mal nur wieder in die andere Richtung!Verlegen

Dennoch, wenn ein Autor ein Buch über unsere Leben schreiben würde, so würde an dieser Stelle nun ein besonderes Kapitel enden. Ein Kapitel, in dem jede Zeile einen in Erinnerungen hüllt und einen zum lachen und zum weinen bringt. Ein Kapitel, an dessen Zeilen man sich sicherlich auch am Ende des Buches noch mit einem Schmunzeln im Gesicht erinnern wird. Denn was wäre es nur für ein Kapitel, wenn dessen Zeilen nicht Grundbaustein für die folgenden wären und was wäre es nur für ein langweiliger Autor, wenn er am Ende dieses Kapitels nicht die Spannung auf das nächste heben würde? Doch die Leser können beruhigt sein: Weder war das Lesen dieses Kapitels auch nur in irgendeiner Form Zeitverschwendung, noch lässt es der Autor langweilig ausklingen. Die Vorfreude auf die folgenden Seiten des Buches ist somit unermesslich, da selbst dieses „besondere Kapitel“ ohne jeden Zweifel nur mit dem Ganzen schwimmt und sinkt.

Wie man durch diesen letzten Eintrag bestimmt deutlich merkt, unsere Gefühlslage ist gespalten: Man will und kann einfach noch nicht realisieren, dass diese einmalige Zeit bereits an uns vorbeigerauscht ist und auf der anderen Seite freut man sich wieder riesig auf zu Hause. Ein Auge lacht, das andere weint. Aber das ist völlig normal. Viel zu verschieden war unsere Zeit in Australien im Vergleich zu unserem Leben in Deutschland. Ein Mittelding aus beidem finden? Nicht möglich! Wahrscheinlich muss man es dabei belassen, dass man das eine vermissen muss, um das andere zu haben: In Australien vermisste man wie verrückt die Heimat und es wird wahrscheinlich nicht lange dauern, dann wird man daheim sehnsüchtig der Zeit hier unten hinterher lechzen. Das eine fürs andere eben.                                                                                                                

Aber das nehmen wir absolut gerne in Kauf! Wir freuen uns einfach riesig darauf, mit Gewissheit, euch in nur wenigen Stunden wiederzusehen, im großen A380 zu sitzen und ebenso frei, wie wir abends auf dem Highway waren, wie ein Vogel der Sonne entgegen zu fliegen. Okay, Mist, der Flug geht ja über Nacht. Naja, dann halt dem Mond entgegen… aber der ist ja auch rund! Nur nicht so schön warm halt. Zwinkernd   

Doch welche letzten Worte heißt es nun zu finden? Kann man einer solchen Zeit überhaupt so plötzlich einen Schlusspunkt verpassen? Stempel drauf und fertig? Welche wären nun die treffendsten, mit welchen Worten gelingt ein perfekter Abschluss, eine Rundung, ein würdiges Ende? Was ist so wichtig, dass es den Ehrenplatz als letzte Zeile unserer Blogeinträge einnehmen darf?                                                                       Unserer Meinung können nur zwei kleine Worte dieser Bedeutung gerecht werden. Nämlich zwei kleine Worte, die ein Wiedersehen versprechenLächelnd:

Bis gleich!

Eure Pia & euer IngmarKüssend

P.S.: In nur wenigen Minuten gehts durch den Sicherheitscheck am Airport von Sydney... Deutschland kann kommen!...

- Bei unserer Reise waren oft zwei Türen in zwei verschiedene Richtungen geöffnet: Unsere Reise konnte schön sein, unsere Reise konnte schrecklich sein. Unsere Reise konnte verfliegen, unsere Reisen konnten sich hinziehen. Unsere Reise konnte Augen öffnen, unsere Reise konnte alte Meinungen bestärken. Doch an einem konnte man nicht rütteln: Unsere Reise wurde nie genau so, wie wir sie uns vorher vorgestellt haben. -

Mit großen Schritten

Dienstag, 11.03.2014

Hachja... das Ende unserer Reise: es ist und bleibt einfach noch unglaubwürdig.Verlegen

5 1/2 Monate durch Australien gereist? 4 Monate im Auto gelebt? Diesen Freitag zurück nach Deutschland? Nur noch 3 Nächte? Echt jetzt??... Wo ist nur diese Zeit geblieben? 

Auch wenn sich die Reise in manchen Momenten noch so lang zog und man die Vorstellung, im Flieger Richtung Deutschland zu sitzen, noch so belächelte und man sie im nächsten Moment schon wieder vergaß, weil ein Känguru oder Opossum im Gebüsch auf dem Campingplatz raschelte, so trifft einen das Ende dieser großartigen Zeit plötzlich überraschender und härter als die Rechte von Klitschko.

Wer hätte das gedacht? Plötzlich lässt sich alles an einer Hand abzählen:

ein vorletztes Mal einen Blogeintrag verfassen..?


ein letztes Mal das mobile Haus umgestalten..?


ein letztes Mal mit dem Auto einen Schlafplatz suchen..?

 

ein letztes Mal im Auto schlafen..?


sogar einer der letzten Momente in ganz AUSTRALIEN..?

 

Ja.. so ist es. Wirkt surreal, aber so ist es anscheinend...

Während man nun hier auf dem allzu vertrauten Balkon in Narrabeen sitzt, sieht man schmunzelnd sich selbst vor ca. 5 Monaten das erste Mal über diese Türschwelle nach draußen treten und über den grandiosen Ausblick staunen. Gleichzeitig sieht man vor seinem geistigen Auge die Reise, welche wie eine Wolke im Hier und Jetzt über dem Meer am Horizont verweht und langsam im hellblauen Himmel verschwindet. Ja, ja.. einfach schön: ein Ort, dieser Balkon, wo die gesamte Reise ummantelt wird und das Damals und das Heute fließend ineinander übergeht.Weinend

Doch jetzt erstmal Schluss mit dieser Heulsusen-Melancholie! Die können wir noch genug im letzten Blogeintrag zelebrieren... Lachend Wir freuen uns schon sehr darauf, in den Flieger zu steigen und nach Hause zu düsen, da wir wissen, dass wir von dieser Reise was fürs Leben haben, euch alle wiedersehen werden und weil wir uns sehr aufs Studium freuen. Einfach super, dass das mit Köln so gut geklappt hat und wir Familien haben, die uns so sehr bei allem geholfen haben. (DANKE an dieser Stelle noch einmal!!LächelndKüssend)

Was das ganze noch besser macht: Das Auto wurde vor knapp mehr als einer Stunde verkauft!Lächelnd Die Reise bekommt somit eine gewisse "Rundung" und wir können beruhigt und sogar mit etwas Geld in den Taschen nach Hause reisen. Lächelnd

Trotzdem war die Schlüsselübergabe an zwei reiseeuphorische Engländer (George & Rufus) ein wenig bedrückend. Schon irgendwie komisch, sein Haus zu verkaufen. Lachend

Ade, Großer!Weinend

Naja, zum Glück hat man ja etwas Entschädigung erhalten...:Lächelnd

Nunja, jetzt lassen wir es uns die letzten Tage in Sydney noch so richtig gut gehen und dann kann der Rückflug auch kommen! Wir freuen uns sehr! Lächelnd

Bis übermorgen plus zwei Tage, 

Pia & IngmarLachend

Zurück zu den Wurzeln

Samstag, 01.03.2014

Es ist vollbracht!... fast... Zunge raus

Nach ca. 14.000 Kilometern Highway, Schotterpiste, dirt road und Co., bisher 111 Nächten im Auto, drei Nächten im Zelt, zwei Nächten unter freiem Himmel, einer Nacht auf einem Schiff, vier kaputten Luftmatratzen (der harte "Haus"boden ließ grüßen!), fünft hinterlistigen Spinnenangriffen Lachend (komischerweise waren alle Achtbeiner der gleichen Art), einer kaputten Windschutzscheibe, einer defekten Zündspule und streikenden Zündkerzen, insgesamt fünf Ermahnungen vom jeweils zuständigen Councils wegen Zigeunerei (Wildcampen), unzähligen, kalten Duschen in der Öffentlichkeit, vielen neuen, manchmal äußerst "speziellen", Bekanntschaften, mehreren Kilos an instant noodles, die verschlungen wurden, einigen Höhen und Tiefen und nach einfach jeder Menge einzigartigen Momenten, die wir niemals vergessen werden, sind wir heute wieder dort angekommen, wo unsere Reise begonnen hat.

Der Kreis schließt sich, wir sind wieder in Sydney!Lächelnd

Doch seit der Zeit unseres letzten Blogeintrages in Melbourne kam noch einiges auf uns zu. Obwohl man täglich eine Menge an Kilometern fahren musste, um die Zeitplanung beizubehalten, war der Weg nach Sydney viel mehr als nur ein stupides Durchbrettern, denn es ist uns nicht entgangen, die letzten verbleibenden Sehenswürdigkeiten auf der Strecke zwischen Melle und Syd zu genießen. Auch wenn man so langsam genug vom "Sightseeing" hat, sorgten erstaunliche Nationalparks, pelzige Australier oder abendliche Campingatmosphäre auf Rastplätzen in tiefen Wäldern stets für Unterhaltung zwischen den längeren Autofahrten.

Wie wir es gerne in unseren Blogeinträgen machen, sollen folgende Bilder für sich sprechen, um weitere Romane zu vermeidenZwinkernd...

- Melbourne -


- Orte der "Leute mit speziellen Bedürfnissen" -

1) Büchereien


2) inoffizielle Schlafplätze - In der Gruppe sind wir stark!


3) äußerst ineffektive Wäschereien


- paradisische Orte -


- pelzige, schuppige und federne Freunde -


uuund natürlich wieder - Wanderungen mit anschließender Belohnung -

(Pia vor dem kalten Wind schutzsuchend)Lachend

Die kommenden zwei Wochen vor unserem Rückflug hier in Sydney werden es jedoch auch nochmal in sich haben. Es wird ein Wiedertreffen mit den Schülern und Lehrern der Deutschen Schule Sydney geben und wir freuen uns darauf, auch unserer damaligen Gastfamilie einiges über die vergangene Zeit zu erzählen. Außerdem muss "nebenbei" noch unser Auto verkauft werden, was uns momentan jedoch noch zittern lässt. Alltag in Australien ist halt immer noch ein Fremdwort.Weinend

Naja, ein wenig haben wir ja doch die australische "Komm ich heut nicht, komm ich morgen" - Lebensweise verinnerlicht:

Deshalb heißt es beim Autoverkauf erstmal "no worries" und abwarten!Lächelnd

Wir freuen uns sehr auf euch daheim und wie in einem Blogeintrag im Januar geschrieben heißt es nun schon:

Bis bald!Lächelnd

Eure Pia und euer IngmarKüssend

 

P.S.: Nicht mehr lange dann wird ein Blogeintrag mit "Bis gleich" enden. Versprochen.Zwinkernd

 


Klein aber oho!

Freitag, 14.02.2014

Der Bundesstaat Victoria ist "klein". Mit 227.420 Quadratkilometern zwar immer noch deutlich größer als die Hälfte von Deutschland (danke Wikipedia), aber für australische Verhältnisse klein... sehr klein wie wir seit endlosen Meilen im Outback wissen...Lächelnd

Doch gerade die Kleinen wissen oftmals, selbst die Großen zu überraschen. So auch Victoria! Der Staat enthält nämlich den wohl am meisten besuchten und mit den schönsten Küstenabschnitt des gesamten Kontinents - die ...

Das außergewöhnliche Kriegsdenkmal, welches mit Spitzhacke, Schubkarre, viel Muskelkraft und Schweiß von zurückgekehrten Soldaten aus dem ersten Weltkrieg angefangen wurde, entwickelte sich mit der Zeit zu einem rund 250 Kilometer langen Touristenmagnet und erinnert somit heutzutage würdig an die gefallenen Kameraden:

Als voraussichtlich letztes, "großes" Highlight unserer Zeit in Australien hat die Great Ocean Road auch uns zum Staunen gebracht und wir können euch anhand folgender Bilder zeigen, wie großartig auch die Südküste Australiens ist - eine im Gegensatz zur ruhigen und gemütlichen Ostküste viel wildere und ungezähmtere Küstenlandschaft mit angrenzenden tropischen Wäldern.Lächelnd

- Wasserfälle -


- Koalas & Co -

- Strände & Steinformationen -

- Sonstiges -

Mittlerweile haben wir die Great Ocean Road schon hinter uns gelassen und halten uns in Melbourne auf. Von Melbourne werden wir euch bald auch noch ein paar Bilder zeigen, doch für jetzt soll es das erstmal gewesen sein.Lächelnd

Auuußer ein "alter Bekannter", der sich momentan auch in Melbourne aufhält...Lachend

Falls ihr ihn nicht mehr erkennt, ja es ist Christian... Lächelnd

Ab heute ist es nur noch ein Monat, in dem wir noch die nicht mehr allzu lange Strecke von Melbourne bis nach Sydney fahren werden und hoffentlich noch viele schöne Momente erleben und tolle Orte sehen werden!

Wir freuen uns schon auf euch und haben euch lieb! Küssend

Bis bald,

Pia und IngmarKüssend

P.S.:

Auch wenn sie viel kleiner ist als die Formationen im Hintergrund - sie passt gut ins Bild. Klein aber oho eben. Zwinkernd

Gut Stiefel, holder Wanderkumpan!

Dienstag, 28.01.2014

Erst eine Woche seit unserem letzten Blogeintrag ist vergangen und schon wieder gibt es etwas zu verkünden!

Munter und stolz können wir euch mitteilen: Et wurd’n ma wieda de Wandaschuhe geschnürt! Lachend


                 Mit Stock und Oma Lissys feschem Wanderrucksack – Kein Problem!

Da der Grampians Nationalpark jedoch durch ein verheerendes Buschfeuer, welches eine Folge der heftigen Hitzewelle gewesen ist, schwer betroffen war, waren einige Teile (vermutlich sehr schöne) leider gesperrt.Stirnrunzelnd Doch der ca. 200 Kilometer lange Umweg ins Inland Victorias hat sich dennoch sehr gelohnt.

Bei erträglichen Temperaturen wurde sich also auf den Weg gemacht, um den zugänglichen Teil des Parks zu erkunden!Lächelnd

Soweit so gut! Als es dann im Informationscenter in Halls Gap (zentrales Dörflein in mitten der Grampians) hieß, dass die Wanderwege eher schweißtreibende Aufstiege als gemütliche Spaziergänge seien, so hätte man die informativen Damen besser sofort wörtlich genommen.Lachend

Doch gerade als die Steigung am steilsten war, die Zunge schon fast den Boden küsste und man so richtig ins Ölen kam, zauberte einem der Gedanke an ein künftiges Sportstudium an der SpoHo in Köln das Lächeln ins Gesicht zurück.Weinend

Ebenso wie die Sportstudentin mit diesem guten Training belohnt wurde, war auch etwas für die Geographen der Zukunft dabei. Während die Sportstudenten oben angekommen noch weitere Liegestütz und Sit-Ups machen mussten, durfte Geologe Klose (Herr Zenz wäre sicherlich stolz auf seine Brut) über majestätische Gebirgszüge, erodierte Berghänge und schroff abfallende Klippen staunen.Zwinkernd

- Mount Abrupt -

- The Pinnacle -

- Mount William -

Ok, ok, vielleicht durfte sich auch die tüchtige Sportstudentin dann mal eine Pause gönnen und sich mal kurz umschauen ;-) …

Nein, Spaß beiseite! Lächelnd Diese Wanderungen und Erinnerungen wurden auf jeden Fall mit in die Gedächtnisschublade „Unvergesslich“ gesäht und werden dort für eine ganz lange Zeit gespeichert, sodass man sie immer wieder aufrufen kann. Zwinkernd

Was neben den Grampians am Rande so geschah? – Das seht ihr hier…

- Wundervolle Küstenlandschaft & Strand -


 ... ein Pinguin hat es leider nicht geschafft ... Stirnrunzelnd

- Gemütliches Campen - 


- Eine Spinnenart, die uns (insbesondere Pia) bereits zum 3. Mal angreift -

Ihr Versteck? - Ein Handtuch im Auto! MISTVIECH!

Pias Reaktion? - .... MISTVIECH!

Pia: "Sie war FAUSTGROß!!!!"

- ein verirrtes Schaf wurde zurück auf die Weide gebracht -


- Uuuund eine Eiswarnung in Australien aufgrund der Höhe auf dem Mount William -


Wir hoffen, dass wir eine gute Auswahl aus den 822 Fotos der vergangenen Tage getroffen haben und wie immer, dass euch der Eintrag gefallen hat.Lächelnd

Danke übrigens für eure tollen Kommentare! Sie bringen uns immer zum Schmunzeln…Lachend

 

Lovely greetings @ home,

P & I Küssend

Ready To Hit The Road Again

Dienstag, 21.01.2014

Manche Leute prangern uns als Zigeuner an... – Wir selbst nennen uns ein wenig liebevoller und mit viel Galgenhumor „Menschen, die einen alternativen Lebensstil mit besonderen Bedürfnissen pflegen“!Brüllend

Naja, wer in Nacht- und Nebelaktionen isst, wäscht und sogar schläft, wird solch Bezeichnungen schnell gerecht und streichelt schon sanft den Rande der Gesellschaft.

Ihr müsst wissen: Es ist um uns geschehen...Stirnrunzelnd

Mittlerweile ist es soweit gekommen, dass abends nur noch die Vordersitze nach hinten geklappt werden, die Körper in eine halbwegs waagerechte Position gebracht werden und auf diese Weise dann durch die Nacht zigeunert wird. Dies ist vielleicht nicht gaaaanz so angenehm, aber es spart eine Menge Aufwand und erweitert das Angebot an Schlafplätzen enorm, da nicht erst ein halbes Lager an Sachen aus dem Kofferraum umgeräumt werden muss.Lachend

Während der Hitzewelle in Adelaide (bis zu 46° C; der Hitzerekord Adelaides aller Zeiten liegt bei 46,1° C) wurde dann einfach mal mit Schlafsack in den Dünen unter dem Sternenhimmel gemupfelt und man ist auf dem Rauschen der Wellen zum Sandmann gesurft.

Muss man mal gemacht haben – lohnt sich!Zwinkernd (leider haben wir von diesen Nächten keine Fotos...)

 Folgen der Hitzewelle:

Was bleibt einem übrig?...

 ...lesen...

 ...und die Gedanken ganz weit weg fliegen lassen...Lächelnd

Jedenfalls sind die Menschen mit alternativem Lebensstil mittlerweile wieder on the road und machen nach ihrem Verweilen in Adelaide auf ein Neues die Straßen Australiens, momentan im Bundesstaat Victoria, unsicher.

Kaum trägt uns unser verlässliches Auto wieder über hunderte Kilometer von Asphalt, macht man täglich neue und aufregende Erfahrungen und man weiß nie, was der Tag bis zum Abend bringen wird.

In Adelaide losgefahren ging es mit einem nächtlichen Zwischenstop in Kingston SE direkt weiter über die Grenze zwischen South Australia und Victoria zum etwas größeren Portland, wo es wieder das gab, was einem zeigt, warum man hier überhaupt herreist...

Wildlife


Pia, da sind wir uns sicher, könnte sich glatt dazulegen...

...nur ihre Robbengeräusche klangen leider mehr nach Wildschwein, sodass unser Plan scheiterte...

Cape Bridgewater


 Petrified Forest (versteinerter Wald) und Blowholes


Ruhige Lagerfeuerabende mit leckerem Stockbrot mitten in der Natur


Ansonsten strebt Pia eine Karriere als Friseuse an...

...wir freuen uns immer noch auf das leckere Essen in Deutschland...

(2 Minuten später)

...Ingmar hat unfreiweillig eine Fliegenfarm aufgemacht...

...und wir sehen dunkle Schemen im Wald...Lachend

Was das Ganze bedeuten soll? - Richtig, alles ist wie immer und uns geht es gut!Lächelnd

Wir hoffen, dass es euch daheim genauso gut geht wie uns und dass euch der Eintrag gefallen hat! Lächelnd

Ganz liebe Grüße,

eure Schlangenflüsterer Pingmar!LachendKüssend

 --> eine Rotbäuchige Schwarzotter (bei Interesse einfach googeln Lächelnd )

Eine befürchtet graue Zeit

Montag, 06.01.2014

Wie erwartet zogen sowohl die Weihnachtstage, als auch der Rutsch ins neue Jahr sich lang wie ein Kaugummi. Mit den Gedanken zu oft daheim bei Familie und Freunden empfanden wir diese eigentlich so besondere Zeit als nichts Weiteres als normale Tage mit anständigem Essen und einem Feuerwerk. Doch liebend gerne hätten wir Essen und Feuerwerk gegen Familie und Freunde in diesen Momenten eingetauscht, denn durch nichts anderes wird die Zeit gegen Ende eines Jahres mehr ausgezeichnet.

Na ja, wenigstens freut man sich nun doppelt auf das nächste Mal!Lächelnd

Trotz alledem haben wir uns Mühe gegeben, wenigstens ein bisschen in weihnachtliche Stimmung zu kommen und wenigstens ein wenig die Euphorie auf das bevorstehende, neue Jahr zu wecken.Zunge raus

Und eigentlich ist uns das auch ganz gut gelungen!Lächelnd

Neben einem leckeren Hauptgang an Heiligabend,

servierte uns unser erstes (und vielleicht letztes?) Weihnachtsfest am Strand bei milden 24° noch ein traumhaftes Dessert…

Wenn man schon die Liebsten daheim nicht persönlich beschenken konnte, so freute man sich, wenigstens den heimischen Opossums eine Freude bereiten zu können:

Kein Scherz: Opossums mögen Nutellatoast. Was eine Weihnachtsüberraschung!Lachend

Nachdem an Silvester die letzten Minuten verflogen waren…,

wurde gespannt in die Dunkelheit am Strand von Glenelg geblickt und ein lodernder Nachthimmel über Adelaide erwartet:

                                                          … na ja …

 Außerdem ergaben sich in den letzten Tagen zwei traumhafte Ausblicke über die Stadt:

Ansonsten plätschert unser Leben hier in Adelaide momentan so vor sich hin. Während man bei recht schlechtem Wetter zwei letzte Tage im Haus eines Freundes von Freunden genießt, bereitet man sich innerlich schon auf die Weiterreise vor. Entlang der Südküste wird es, mit Abstecher zum Grampiens National Park, ab zur Great Ocean Road gehen, an welcher sich einige Zeit aufgehalten wird.

Und dann? - Dann heißt es bald schon „Bis bald!“ Überrascht

 

Liebe Grüße,

Pia und IngmarLächelnd

 

 

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Mittwoch, 18.12.2013

Bei einigen anderen Backpackern und Reisenden an der gemütlichen und tagträumerischen Ostküste, vor allem aber auch bei einheimischen Australiern, stießen wir mit unseren Outback-Plänen auf Bewunderung. Neben zollendem Respekt brach jedoch mit jedem Gespräch auch eine Welle der Besorgnis über uns nieder. Ebenso beginnt selbst unser Reiseführer sein Kapitel "Reisen im Outback" mit dem Ausruf: "Bloß nicht von Dezember bis Ende Februar!". Staubige Hitze, nahezu endlose Weiten, erdrückende Einsamkeit, erbarmungslose Trockenheit und nervernzerreißende Fliegenschwärme, welche fast alle Löcher des menschlichen Körpers erobern wollen, war das, was wir zu erwarten hatten. - Das wussten wir... dank Büchern!Zwinkernd

Im Nachhinein müssen wir nun jedoch feststellen, dass Welten zwischen einem Buchtext über das grausame Outback im australischen Sommer und Erfahrungen mit diesem am eigenen Leibe liegen…Überrascht

Wie auch immer! Mit guter Vorbereitung (25L Ersatzbenzin, 45L Ersatzwasser, 6L Ersatzkühlwasser, einer Packung Ersatzmotoröl und Verpflegung für voraussichtlich 10 Tage) konnten wir schließlich beruhigt in unser nie zu vergessendes Abenteuer starten und dieses auch ohne Komplikationen überstehen. Lächelnd

Nach 4328 Kilometern (8 Tage sowohl voller Anstrengung, als auch voller neuer Impressionen) sind wir nun in Port Augusta an der Südküste Australiens angekommen und können euch von unserem Trip erzählen:

Während in Townsville von einer Aussichtsplattform noch darüber gemunkelt wurde, was sich wohl hinter den Bergen am Horizont in Richtung Outback verbergen mag,...


...eine Henkersmahlzeit zu sich genommen wurde...

...und dort letzte Vorbereitungen getroffen wurden,...

...verstummte unser Munkeln schon am nächsten Tage unter Begeisterung und Ehrfurcht vor Folgendem:

Besonders aber begeisterten uns der Watarrka (Kings Canyon), der Uluru (Ayers Rock) und die Kata Tjuta (The Olgas), welche sich allesamt wie ungezähmte Freigeister gigantisch und mystisch über den ewigen Ebenen des Outbacks erheben und dort wie Herrscher zu thronen scheinen Lachend:

1) Watarrka

2) Uluru

                                           (die Fliegen haben zu sehr genervt)

3) Kata Tjuta

Neben Staunen darf man aber auch Lachen im Outback:

Sobald die Hitze unerträglich wurde, haben wir einfach so getan, als wären wir an der Küste und haben uns an die Lagune in Airlie Beach phantasiert...

Naja, in Wahrheit haben wir kurz vor Port Augusta einfach nur die falsche Abbiegung genommen... die Verwunderung war dementsprechend groß...LachendZwinkernd

Wir hoffen, dass ihr einen guten Eindruck vom roten Zentrum Australiens gewinnen konntet, der Anblick der Bilder den Schnee daheim ein wenig schmilzen lässt und dass euch der Eintrag gefallen hat.Lächelnd

Für uns heißt es jetzt erstmal wieder, das milde Küstenwetter zu genießen und nach Arbeit Ausschau zu halten.

Bis bald,

Pia und IngmarLächelndKüssend

About Segeln, Schnorcheln und nebenbei noch am schönsten Strand der Welt baden...!

Sonntag, 01.12.2013

Hmm... LachendMan muss wirklich kein großer Australien-Fan sein, um zwei Naturwunder auf Anhieb mit dem roten Kontinent verbinden zu können: 1. Den Uluru (Ayers Rock) und 2. Das Great Barrier Reef. Glücklicherweise wissen wir jetzt: Da steckt ein nachvollziehbarer Grund hinter... Zumindestens das Riff (der Ayers Rock wird bald besuchtZwinkernd) ist einfach nur traumhaft schön!Lächelnd

Dieses konnten wir gestern und vorgestern innerhalb eines "Zwei Tage; Eine Nacht" - Segeltripps von Airlie Beach aus mit dem Boot "Siska" bestaunen und so das bisher Beeindruckendste und Wundervollste an unserer Reise erleben... Wer nicht glaubt, was man auf folgenden Bildern sieht, muss sich dann wohl oder übel irgendwann mal selbst überzeugen...Lachend

Leute mit Herzproblemen, Asthma, Kreislaufproblemen oder sonstigen schwachen Nerven - BITTE WEGSCHAUEN, LEBENSGEFAHR! DIESE BILDER KÖNNTEN DEN ATEM RAUBEN ODER ZU DIVERSEN SCHOCKS FÜHREN! Lächelnd

Nein, nur ein kleiner ScherzLachend. Omi und Opi, ihr dürft natürlich auch mitstaunen!Zunge rausKüssend


Wir hoffen, dass euch diese Bilder gefallen und ihr eine Vorstellung bekommen habt, wie schön dieser Trip war.Lächelnd

Bleibt gesund, wir vermissen euch sehr!KüssendVerlegen

Cheers,

PingmarZwinkernd

Die Zeit vergeht...

Donnerstag, 21.11.2013

..., das ist sicher. Sekunde für Sekunde, Minute für Minute, Stunde für Stunde, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, halbes Jahr für halbes Jahr.Zwinkernd Man kann nichts dagegen tun, noch muss man dafür etwas machen... ein selbstständiger Prozess, der so sicher ist wie das Amen in der Kirche oder das enge Miteinanderleben eines im Auto auf kostenlosen Campingplätzen lebenden Backpackers in Australien mit achtbeinigen Insekten...Überrascht

Ob diese recht unnötige "Feststellung", welche aus dem Berg namens "haufenweise Zeit am Tag" entsprang, unsere Gemüter erheitert oder frustet, ist ganz dem großen Reichtum an vielfältigen Stimmungen unsererseits überlassen, welchen wir stündlich, wenns gut läuft täglich, durchschwimmen.Lachend

Es geht den einen Berg hinauf, den anderen purzelt man unsanft wieder hinunter: Stimmungsschmälerndes wie verschiedene Sorgen, ziemlich wenig Aussicht auf lukrative Arbeit, ein Leben in einem Auto als Haus (Esszimmer, Wohnzimmer, Schlafzimmer, manchmal bei Regen sogar Küche zusammen) stehen genauso vielen wundervollen Momenten und Erfahrungen gegenüber..Lächelnd

Doch eines ist sicher: Es gibt viel zu viele Berge zum Klettern und Hinunterpurzeln hier in Australien, sodass uns auf keinen Fall langweilig wird. Auf diese Art und Weise sind schon wieder einige weitere Tage seit unserem letzten Eintrag vergangen... Besonders die schönen Momente haben wir natürlich mit der Kamera festgehalten und möchten euch diese nun zeigen, da Fotos bekanntlich mehr als tausend Worte sagen Zunge raus

So, das war's! Leider können wir nicht jedes Foto mit euch teilen... der upload dauert einfach viel zu lange in den öffentlichen Wi-Fi's und es sind viel zu viele schöne Bilder. Deshalb müssen wir immer stark selektieren...Stirnrunzelnd Außerdem ist es schade, dass man nicht mehr so oft einen Eintrag verfassen kann... Doch wir versprechen, dass wir den nächsten wieder so bald wie möglich schreiben! Lächelnd

Wir hoffen, es hat euch gefallen :-)

Bis zum nächsten Mal und ganz liebe und sonnige Grüße aus Australien,

PingmarLächelndKüssend... wir vermissen euch!Verlegen

P.S. : Alles Gute und Schöne der Welt noch nachträglich zu deinem 86. Geburtstag, Opa Herbert! Tut uns leid, dass es erst so spät kommt, aber vorher hatten wir keine MöglichkeitLächelnd Deshalb hier ein Sonnenuntergang für dich als Entschädigung!Zwinkernd

Wir haben euch lieb!Küssend

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